Mehr Geld für Wildnis in Deutschland

Wildnisgebiet Königsbrücker Heide – Foto: Dirk Synatzschke

Die Bundesregierung hat bereits 2007 in ihrer Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt das Ziel verankert, bis 2020 auf mindestens zwei Prozent der Landesfläche Wildnis zu erhalten bzw. wieder zu entwickeln. Das heute vom Bundesumweltministerium vorgestellte neue Förderprogramm „Wildnisfonds“ soll es insbesondere Naturschutzorganisationen und Stiftungen künftig ermöglichen, mit staatlicher Unterstützung geeignete Wildnisflächen zu erwerben oder den dauerhaften Nutzungsverzicht abzukaufen. Doch die Zeit drängt – gegenwärtig ist Wildnis auf deutlich weniger als einem Prozent der Landesfläche geschützt.

Als Dachverband der deutschen Großschutzgebiete, Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturparks und Wildnisgebiete als Teil der Nationalen Naturlandschaften (NNL), begrüßt EUROPARC Deutschland e. V. die Einrichtung des Wildnisfonds deshalb ausdrücklich.

Bereits jetzt tragen wir mit den Kernzonen der Nationalparks, den großflächigen, zusammenhängenden Kernzonen der Biosphärenreservate sowie dem NNL-Wildnisgebiet Königsbrücker Heide zur Erreichung des 2 %-Wildnisziels bei. Mit Hilfe der finanziellen Anreize des Wildnisfonds können wir Flächen zur Arrondierung bzw. Erweiterung von Kernzonen von Nationalparks bzw. Biosphärenreservaten ausweisen, große zusammenhängende Naturlandschaften als weitere Wildnisgebiete sichern sowie Flächen kaufen, die als Tauschflächen zur Arrondierung oder Erweiterung von Wildnisgebieten genutzt werden sollen.