Um den weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt aufzuhalten, sind weitere Anstrengungen auf nationaler und internationaler Ebene notwendig. Die Großschutzgebiete sind hierfür ein bedeutsames Instrument. Für das Arbeitsprogramm Schutzgebiete der CBD („Convention on Biological Diversity“ - „Übereinkommen über die Biologische Vielfalt“) sollen Vorschläge entwickelt werden, die geeignet sind, die bisher freiwillige Umsetzung für die Staatengemeinschaft verbindlicher zu gestalten. Der Beitrag der Nationalen Naturlandschaften zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bzw. der Erhaltung der Biodiversität in Deutschland soll ermittelt und ein gesellschaftliches Bewusstsein für den Wert der biologischen Vielfalt geschaffen werden.
Träger:
EUROPARC Deutschland
Förderer:
Bundesamt für Naturschutz
Laufzeit:
2009 - 2012
Projektbeschreibung:
Will man den Verlust der biologischen Vielfalt weltweit aufhalten und die Tendenz möglichst sogar umkehren, ist es erforderlich, auf internationaler Ebene Lücken im Schutzgebietssystem zu schließen und das Management der Gebiete zu verbessern. Im Rahmen dieses Vorhabens sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie ein solches Regime ausgestaltet werden könnte. Vor diesem Hintergrund soll die Rolle von EUROPARC Deutschland genutzt und gestärkt werden, die Weiterentwicklung der Großschutzgebiete als Pfeiler des Erhalts der biologischen Vielfalt unter Begleitung von Bund und Ländern weiter voranzubringen. Entsprechende Programme und/oder Aktivitäten zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Abschwächung der Folgen des Klimawandels sind vorzubereiten bzw. zu initiieren.
Ziele:
Ergebnisse:
Das von IUCN überarbeitete Kategoriensystem für Schutzgebiete wird in einer deutschsprachigen Broschüre aufbereitet. Im Rahmen einer Recherche sollen Übereinkommen, Programme u.ä. auf internationaler Ebene daraufhin überprüft werden, inwieweit sie übertragbare Elemente enthalten, das derzeitige Arbeitsprogramm Schutzgebiete mit seinem empfehlenden Charakter zukünftig weiter zu entwickeln und verbindlicher auszugestalten. Aufbauend auf dieser Recherche werden Formulierungen erarbeitet, die als Vorschläge weiter entwickelt werden. Die Ergebnisse sollen in die Diskussion mit anderen europäischen Sektionen der EUROPARC Federation eingebracht werden. Die Befassung der europäischen Schutzgebietsebene soll auch dazu beitragen, Partner zu sensibilisieren und die Ausgangssituation für internationale Verhandlungen im Rahmen der Vertragsstaatenkonferenzen der CBD zu verbessern. Ab Ende 2010 sollen der Handlungsbedarf aus den COP 10-Beschlüssen für die deutschen Großschutzgebiete ermittelt und Handlungsempfehlungen erarbeitet werden.
Besondere Aktivitäten:
- Parlamentarischer Abend
- Fortschrittsbericht
- Workshops
- Nationalpark-Evaluierung
- Arbeitssitzung mit Umweltreferenten der Länder in Berlin zum Stand des Vorhabens und zur Weiterentwicklung der Nationalen Naturlandschaften
Ansprechpartner:
Holger Wesemüller