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Pfeiler biologischer Vielfalt



Um den weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt aufzuhalten, sind weitere Anstrengungen auf nationaler und internationaler Ebene notwendig. Die Großschutzgebiete sind hierfür ein bedeutsames Instrument.  Für das Arbeitsprogramm Schutzgebiete der CBD („Convention on Biological Diversity“ - „Übereinkommen über die Biologische Vielfalt“) sollen Vorschläge entwickelt werden, die geeignet sind, die bisher freiwillige Umsetzung für die Staatengemeinschaft verbindlicher zu gestalten. Der Beitrag der Nationalen Naturlandschaften zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt  bzw. der Erhaltung der Biodiversität in Deutschland soll ermittelt und ein gesellschaftliches Bewusstsein für den Wert der biologischen Vielfalt geschaffen werden.

Träger:
EUROPARC Deutschland

Förderer:
Bundesamt für Naturschutz

Laufzeit:
2009 - 2012

Projektbeschreibung:
Will man den Verlust der biologischen Vielfalt weltweit aufhalten und die Tendenz möglichst sogar umkehren, ist es erforderlich, auf internationaler Ebene Lücken im Schutzgebietssystem zu schließen und das Management der Gebiete zu verbessern. Im Rahmen dieses Vorhabens sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie ein solches Regime ausgestaltet werden könnte. Vor diesem Hintergrund soll die Rolle von EUROPARC Deutschland genutzt und gestärkt werden, die Weiterentwicklung der Großschutzgebiete als Pfeiler des Erhalts der biologischen Vielfalt unter Begleitung von Bund und Ländern weiter voranzubringen. Entsprechende Programme und/oder Aktivitäten zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Abschwächung der Folgen des Klimawandels sind vorzubereiten bzw. zu initiieren.

Ziele:
Wesentliches Ziel der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ ist, bis zum Jahr 2015 bei mindestens 75% der Bevölkerung die Notwendigkeit des Erhalts der biologischen Vielfalt im Bewusstsein zu verankern. Im Rahmen dieses Vorhabens sollen die wesentlichen Ziele identifiziert werden, zu denen die Nationalen Naturlandschaften eigene substanzielle Beiträge leisten können. Weiterhin sollen anhand konkreter und national bzw. international vorzeigbarer Beispiele aus den deutschen Großschutzgebieten deren Beiträge zur Erhaltung von (inter-)national bedeutsamen und hochgradig gefährdeten Arten, Biotopen und Landschaften gesammelt und zur Veröffentlichung in Fortschrittsberichten weiter aufgearbeitet werden. Darüber hinaus soll auch dringender Handlungsbedarf aufgezeigt und erkennbare Lücken im Großschutzgebietssystem sollen benannt werden. Insgesamt scheint es vor dem Hintergrund der CBD angemessen, das Spektrum der Leistungen und Verbesserungsmöglichkeiten in den GSG mit Blick auf das Schutzgebietsmanagement und den Erhalt der Biodiversität im Rahmen einer europäischen Schutzgebietskonferenz im Jahre 2011 intensiv zu behandeln, um so in Deutschland und Europa gemeinsam voranzukommen und Fortschritte in Deutschland mit größerem Gewicht auf die internationale Ebene übertragen zu können.

Ergebnisse:
Das von IUCN überarbeitete Kategoriensystem für Schutzgebiete wird in einer deutschsprachigen Broschüre aufbereitet. Im Rahmen einer Recherche sollen Übereinkommen, Programme u.ä. auf internationaler Ebene daraufhin überprüft werden, inwieweit sie übertragbare Elemente enthalten, das derzeitige Arbeitsprogramm Schutzgebiete mit seinem empfehlenden Charakter zukünftig weiter zu entwickeln und verbindlicher auszugestalten. Aufbauend auf dieser Recherche werden Formulierungen erarbeitet, die als Vorschläge weiter entwickelt werden. Die Ergebnisse sollen in die Diskussion mit anderen europäischen Sektionen der EUROPARC Federation eingebracht werden. Die Befassung der europäischen Schutzgebietsebene soll auch dazu beitragen, Partner zu sensibilisieren und die Ausgangssituation für internationale Verhandlungen im Rahmen der Vertragsstaatenkonferenzen der CBD zu verbessern. Ab Ende 2010 sollen der Handlungsbedarf aus den COP 10-Beschlüssen für die deutschen Großschutzgebiete ermittelt und Handlungsempfehlungen erarbeitet werden.

Besondere Aktivitäten:
-
Parlamentarischer Abend
- Fortschrittsbericht
- Workshops
- Nationalpark-Evaluierung
- Arbeitssitzung mit Umweltreferenten der Länder in Berlin zum Stand des Vorhabens und zur Weiterentwicklung der Nationalen Naturlandschaften

Ansprechpartner:
Holger Wesemüller