Planung eines Renaturierungsprojekts an der Alten Elbe Klieken

Dank der Unterstützung der Coca-Cola Stiftung Atlanta, konnten wir die wasserrechtliche Genehmigung für die Renaturierung der Alten Elbe Klieken beantragen. In einem Folgeprojekt können wir nun mit der Entschlammung der Alten Elbe Klieken beginnen, damit bleibt ein bedeutender Auenlebensraum erhalten.

coca-cola-logoDieses Projekt wird von der Coca-Cola Foundation unterstützt.

Lage
Biosphärenreservat Mittelelbe, bei Klieken

Was
Die Alte Elbe bei Klieken ist ein Altwasser der Elbe und ein bedeutender Auenlebensraum. Altwasser werden immer seltener und mit der Verlandung der Gewässer verschwinden ganze Ökosysteme. Aus diesem Grund  ist es Ziel des Projekts, eine wasserrechtliche Genehmigung zu erlangen, um einen Teil der Alten Elbe Klieken in den kommenden Jahren zu renaturieren, indem Faulschlämme entnommen werden. Mit der Entnahme von Schlamm werden mehrere Ziele erreicht: Die Speicherkapazität des Oberflächenwassers wird erhöht, die natürliche Filterfunktion zwischen Grundwasser und Oberflächenwasser wieder hergestellt und die Strukturvielfalt verbessert, sodass ideale Lebensbedingungen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten bestehen bleiben.
Erst mit einer  Genehmigung können in einem Folgeprojekt die Bagger kommen, um den Altarm vom Schlamm zu befreien. Um die wasserrechtliche Plangenehmungen zu erhalten sind viele  Schritte notwendig, z.B. sind landschaftspflegerische und technische Begleitplanungen zu erstellen. Es ist zu prüfen, ob das Spülfeld (der Ort an dem der Schlamm gelagert wird) ausreichend Kapazitäten hat zudem sind Flächeneigentümer auch von angrenzenden Flächen zu informieren und deren Zustimmung einzuholen.  Schließlich ist der Erfolg auch von der gelungenen Vernetzung mit anderen Akteuren abhängig. Für die erfolgreiche Umsetzung der Entschlammung wird EUROPARC Deutschland eng mit seinen Netzwerkspartnern dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz, dem Landesforstbetrieb, dem WWF Deutschland, der NABU Stiftung, dem Ornithologischen Verein Dessau und dem örtlichen Landkreis Wittenberg zusammenarbeiten.

Start
Das Projekt begann im Juni 2013.

Dauer
Im August 2014 wurde die Genehmigung erteilt.

Monitoring
Verschiedene Parameter dieser Naturschutzmaßnahme werden vor und nach der Maßnahmendurchführung erfasst, wie z.B. Erhöhung der Wasserkapazität und der ökologische Zustandes des Gewässers sowie die Tier- und Pflanzenwelt.

Geschätzte Projektkosten
Ca. 220.000 €

EUROPARC Deutschland ist Projektträger in Kooperation mit dem Biosphärenreservat Mittelebe. Das Biosphärenreservat ist Weltkultur an wilden Ufern und Bestandteil des länderübergreifenden Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe. Die einzigartige Naturbelassenheit und Biotopvielfalt der Elbtallandschaft ist Lebensstätte zahlreicher Pflanzen und Tiere, darunter vieler bedrohter Arten. Der Elbebiber, Symboltier des Biosphärenreservats, fand hier vor Jahren sein letztes Rückzugsgebiet. Heute besiedelt er wieder viele Gewässer im Biosphärenreservat. Die größten zusammenhängenden Hartholzauenwälder Mitteleuropas befinden sich in der Mittelelbe. Diese Landschaft zeigt dem Besucher neben der vielfältigen Natur ebenso bedeutende historische Parkanlagen, wie die Wörlitzer Anlagen, Luisium, Georgium und Kühnauer Park.

Hier finden Sie aktuelle Artikel und Bilder zum Projekt:

Kick

Impressionen des Kick-Off-Treffen

Studentenwettbewerb von Coca-Cola und EUROPARC Deutschland im Juli 2014

Erfrischende Ideen für mehr Gemeinsamkeit im Naturschutz

Kreative Lösungsansätze für das Zusammenbringen der unterschiedlichen Interessen und Interessensgruppen bei dem Naturschutzprojekt „Alte Elbe Klieken“ waren von den 21 Studentinnen und Studenten gefordert. Die Studierenden aus verschiedenen Fachbereichen waren dem Aufruf von Coca-Cola und EUROPARC Deutschland zum Ideenwettbewerb in das Biosphärenreservat Mittelelbe gefolgt. Dessen Leiter und EUROPARC Vorstand, Guido Puhlmann, bezeichnete die von den Studenten entwickelten Ideen als „erfrischend und praxisorientiert“. Mehr

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen:

Pressemitteilung zum Studentenwettbewerb in der Mitteldeutschen Zeitung vom 03. Juli 2014:

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