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FAQ



Wie viele Nationalparke gibt es in Deutschland, in Europa und weltweit?
In Deutschland gibt es 14 Nationalparke, in Europa ca. 310 und weltweit rund 2.000. Die Ausweisung erfolgt in Deutschland durch die Länder in Absprache mit dem Bundesministerium für Umwelt. Sie nehmen knapp 2% der Fläche des gesamten Bundesgebietes (einschließlich Wattenmeer), aber nur rund 0,6% der Landesfläche ein.

Wann wurde der erste Nationalpark gegründet?
Die Nationalparkidee wurde 1872 geboren, als in den U.S.A. der Yellowstone-Nationalpark gegründet wurde.
In Europa wurden erstmals 1909 Nationalparke ausgewiesen und zwar in Schweden.
In Deutschland dauerte es bis ins Jahr 1970, dem ersten Europäischen Naturschutzjahr, ehe der Nationalpark Bayerischer Wald unter Schutz gestellt wurde.

Was sind die Zielsetzungen von Nationalparken, im Gegensatz zu Naturparken und Biosphärenreservaten?
Weltweit gibt es ein breites Spektrum unterschiedlicher Schutzgebiete: Es reicht von Gebieten, die wegen ihres großartigen Naturerbes geschützt werden bis zum Schutz landschaftlich und kulturell außergewöhnlich reizvoller Regionen. Innerhalb dieser Bandbreite werden verschiedene Bezeichnungen für Schutzgebiete verwendet; weltweit gibt es mindestens 140 verschieden Begriffe.
Um Ordnung in diese Vielfalt zu bringen hat die IUCN (The World Conservation Union) ein Klassifikationssystem erarbeitet, um anhand von Richtlinien die Schutzgebiete unterschiedlichen Schutzgebietskategorien zuordnen zu können.
In Deutschland unterscheidet man Großschutzgebiete nach Nationalparken, Biosphärenreservaten und Naturparken (die im folgenden näher definiert werden sollen), des weiteren gibt es Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete Naturdenkmäler und geschützte Landschaftsbestandteile, auf die hier nicht weiter eingegangen werden soll.

Nationalparke sind Landschaften, in denen Natur Natur bleiben darf. Sie schützen Naturlandschaften, indem sie die Eigengesetzlichkeit der Natur bewahren und Rückzugsgebiete für wildlebende Pflanzen und Tiere schaffen. Damit schaffen die Nationalparke einmalige Erlebnisräume von Natur und sichern notwendige Erfahrungsräume für Umweltbildung und Forschung. Deshalb sind sie unverzichtbar für die biologische Vielfalt und den Artenreichtum unserer Erde.Gleichzeitig erhöhen die Nationalparke die Attraktivität ihrer Region und tragen mit zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung bei.

Biosphärenreservate sind international repräsentative Modellregionen für ein ausgeglichenes Zusammenleben von Mensch und Natur. Sie schützen die biologische Vielfalt von Kulturlandschaften und erhalten wertvolle Lebensräume von Mensch und Natur. Sie sorgen für ein ausgewogenes Verhältnis von menschlicher Nutzung und der Eigendynamik der Natur und ermöglichen da durch wichtige Erkenntnisse für Bildung und Forschung über die Wechselwirkungen von natürlichen und gesellschaftlichen Prozessen.

Naturparke sind Entwicklungsregionen, in denen sich Mensch und Natur erholen können. Sie bewahren und entwickeln Landschaft und Natur und unterstützen einen naturverträglichen Tourismus. Sie fördern eine nachhaltige Regionalentwicklung und entwickeln Angebote zur Umweltbildung und zur Öffentlichkeitsarbeit. Damit tragen sie dazu bei, die Ansprüche der Menschen an ihre Lebens- und Wirtschaftsräume mit den Anforderungen von Landschafts- und Naturschutz in Einklang zu bringen.

Gibt es Literatur zu Schutzgebieten in Deutschland?
Es gibt eine Reihe von Fachliteratur, aber auch im Segment Reiseführer finden Sie mittlerweile zahlreiche Angebote.
EUROPARC Deutschland hat Anfang des Jahres eine Broschüre veröffentlicht, in der alle 14 deutschen Nationalparke vorgestellt werden.
Sie können sich selbstverständlich auch direkt an die Schutzgebiete wenden.

Ausbildung /Fortbildung /sonstige Tätigkeiten

Kann ich meinen Zivildienst (ZDL) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in einem Schutzgebiet machen?
Viele unserer Mitglieder bieten diese Stellen an. Bitte fragen Sie direkt bei den Verwaltungen nach (Adressen siehe unter Mitglieder) Mehr dazu...

Ich möchte gerne ein Praktikum in einem Schutzgebiet machen. Haben Sie Informationen darüber?
EUROPARC Deutschland organisiert seit 1991 das "Praktikum für die Umwelt". Das von der Commerzbank gesponserte Projekt bietet Studierenden rund 60 Praktikumsstellen in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit an.
Ab Oktober eines jeden Jahres kann bei EUROPARC Deutschland eine Ausschreibungsbroschüre kostenlos angefordert werden (Postkarte genügt). Bewerbungsschluß ist in der Regel Anfang Januar des Folgejahres. Die Praktika finden statt zwischen April und Oktober und haben eine Länge zwischen drei und sechs Monaten.

Kann ich bei Ihnen ein Praktikum absolvieren?
Grundsätzlich ja. In gewissen Abständen bieten wir interessierten Studierenden die Möglichkeit, die Arbeit der Geschäftsstelle von EUROPARC Deutschland kennenzulernen.
Bitte reichen Sie eine aussagekräftige Bewerbung unter Angabe eines thematischen Schwerpunkts sowie eines bevorzugten Zeitraums ein.
Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Bewerbung, daß es sich bei unseren Aufgaben überwiegend um Koordinations- und Öffentlichkeitsarbeit handelt, d.h. wir arbeiten "am Schreibtisch".

Ich möchte gerne meine Sprachkenntnisse erweitern und in einem Schutzgebiet im Ausland Erfahrungen sammeln. Können Sie mir weiterhelfen?
Wir selbst bieten leider keine Projekte vergleichbar mit dem "Praktikum für die Umwelt". Für den europäischen Raum können Ihnen zwei Literaturtitel gegebenenfalls weiterhelfen:

"Green Volunteers", Via Valenza, 5 in 20144 Milano, Italy, ISBN 88-900167-0-1

sowie

"Jobben für Natur und Umwelt. Europa und Übersee", Verlag interconnections,
ISBN 3-86040-053-3.

Darüber hinaus bietet der British Trust for Conservation Volunteers (BTCV) verschiedene Projekte in Großschutzgebieten in Großbritannien, aber auch in anderen europäischen Ländern an.

Kontaktadresse:
BTCV
36 St. Mary’s Street
Wallingford
GB-Oxfordshire OX10 0EU
Tel.: +44-1491-839766

Für den nordamerikanischen Raum kontaktieren Sie bitte die

Student Conservation Association (SCA)
P.O. Box 550
Charlestown, NH 03603
U.S.A.

oder suchen Sie nach Informationen im Internet

National Park Service (U.S.A.)
Parks Canada (Canada)

Vergeben Sie Stipendien oder Reisezuschüsse im Rahmen von Diplomarbeiten oder Dissertationen?
Leider nein. Unser Haushalt läßt diese Förderung nicht zu. Bitte wenden Sie sich direkt an Naturschutzstiftungen, an einschlägige Stellen der Universitäten oder an den DAAD.

Kann ich in Deutschland als "Ranger" arbeiten?
Der Begriff "Ranger" kommt aus dem englischen und kann sinngemäß mit Schutzgebietsbetreuer übersetzt werden. Die Einrichtungen der Parkverwaltungen nennen sich i.d.R. Naturwacht. Weitere Namen sind NationalparkService oder Nationalparkdienst.
Seit Anfang 1998 gibt es eine gültige Fortbildungsverordnung "Geprüfte/r Natur- und Landschaftspfleger/in". Dieser neue Fortbildungsberuf ist im Aufgabenbereich Naturschutz und Landschaftspflege angesiedelt.
Zur Prüfung zugelassen sind Angehörige anerkannter "Grüner Ausbildungsberufe" wie LandwirtInnen, GärtnerInnen, ForstwirtInnen, RevierjägerInnen, WinzerInnen, FischwirtInnen, TierwirtInnen und WasserbauerInnen mit erfolgreich abgeschlossener Abschlußprüfung und dreijähriger einschlägiger Berufspraxis. (Ausnahmen möglich)
Der Vorbereitungskurs findet in ein- bzw. zweiwöchigen Blöcken (insgesamt 640 Std.) bei der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. in Oldenburg und bei der NNA in Schneverdingen statt. Die praktische Ausbildung soll direkt in Großschutzgebieten oder bei Unteren Naturschutzbehörden durchgeführt werden.

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der:
Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA)
Hof Möhr
29640 Schneverdingen
G. Hartmann; Tel.: 05199 / 98920
Email: nna@nna.de
www.nna.de

Bundesverband Beruflicher Naturschutz e.V.
Konstantinstraße 110
53179 Bonn
Tel. 0228 / 8491-116
Fax: 0228 / 8491-119
Email: Becker@bfn.de

oder beim

Bundesverband Naturwacht e.V.
Frau Blahy
Hoher Steinweg 5-6
16278 Angermünde
Tel: 03331/3654-0
Fax: 033313654-10