„Zugang zu Natur für alle“ fordern EUROPARC und 24 Organisationen aus Naturschutz und Wohlfahrtspflege

EUROPARC Deutschland e.V. sieht es als eine Hauptaufgabe seiner Vereinsarbeit, ein zeitgemäßes und angemessenes Naturverständnis zu fördern und damit Mensch und Natur zusammenzuführen. Dabei soll jeder die Möglichkeit haben, die zahlreichen Naturerlebnisse in den Nationalen Naturlandschaften in Anspruch nehmen zu können – ohne Grenzen und ohne Barrieren.

Barrierefreies Naturerleben in den Nationalen Naturlandschaften

„Rund acht Millionen Menschen in Deutschland sind auf Barrierefreiheit zwingend angewiesen. Viele von ihnen sind an Natur interessiert. Gemeinsam mit ihnen entwickeln wir neue Angebote, damit Naturerleben, Umweltbildung und freiwilliges Engagement für alle zugänglich ist. Wir verbreiten als Dachverband der Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturparks und Wildnisgebiete gute Beispiele, wichtige Erfahrungen und unterstützende Materialien, um Menschen mit Einschränkungen in den Nationalen Naturlandschaften willkommen zu heißen:“, stellt Kerstin Emonds, Referentin für Inklusion und Bildung bei EUROPARC, heraus. Sie ist Teil des Kompetenzteams „SozialeNatur – Natur für alle“ der UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland, welches sich für den Ausbau von barrierefreien Naturerlebnissen einsetzt.

Die Expertengruppe aus 25 Organisationen aus Naturschutz, Stadtentwicklung und sozialen Bereichen der Gesellschaft fordert in einem gemeinsamen, heute veröffentlichten Statement, dass der Zugang zu Natur für alle in der näheren Wohnumgebung künftig als Standard in Politik und Gesellschaft verankert wird.

Die Erklärung stellt außerdem heraus, dass gemeinschaftliche Naturerlebnisse den sozialen Zusammenhalt stärken und zur positiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beitragen. Aufenthalt, Bewegung, Sport und Spiel in der Natur förderten zudem Gesundheit, Wohlbefinden und Bildung.

Die Organisationen fordern mehr attraktive multifunktionale Naturflächen, Grünräume und Kleingärten in den Städten und auf dem Land, die für alle barrierefrei verfügbar sind. Zudem sollen Aktivitäten und Erlebnisse in und mit der Natur stärker in die Programme von Bildung, Erziehung und sozialer Arbeit einbezogen werden. Dafür seien sowohl gute Beispielprojekte als „Leuchttürme“ als auch zusätzliche kommunale Mittel erforderlich.