Vielfalt (er)leben ohne Barrieren

Barrierefrei unterwegs im Wilden Kermeter. Bild: Nationalparkverwaltung Eifel

Barrierefrei unterwegs im Wilden Kermeter. Bild: Nationalparkverwaltung Eifel

Das Projekt unterstützt die Weiterentwicklung von Barrierefreiheit und Inklusion in den Nationalen Naturlandschaften. Für die Handlungsfelder „Naturerleben“ und „Freiwilliges Engagement“ werden Praxis-Ansätze aufgezeigt. Basis dafür sind entsprechende Erfahrungen aus der beispielhaften Umsetzung von barrierefreien Angeboten und Beteiligungsformen. Es wird ein Instrument entwickelt, das als „Selbst-Check“ Potentiale und Stärken im Hinblick auf umsetzbare Maßnahmen zur Barrierefreiheit und Inklusion aufzeigen kann.

Kooperationspartner

Acht Nationale Naturlandschaften sind beteiligt. Gemeinsam mit Organisationen, die sich für und mit Menschen mit Behinderung engagieren, werden beispielgebende Maßnahmen vor Ort umgesetzt. Bundespartner ist die Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

Förderer, Partner, Sponsoren, Medienpartner

Aktion Mensch sowie Bundesamt für Naturschutz/Jack Wolfskin: Der Projektschwerpunkt zum Freiwilligen Engagement, „Ungehindert engagiert“, wurde mit dem Deutschen Naturschutzpreis 2013 ausgezeichnet, der vom Bundesamt für Naturschutz als Träger und Jack Wolfskin als Stifter ausgelobt ist.

Laufzeit

01/2014-12/2016

Projektbeschreibung

Das Projekt unterstützt die uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen an Angeboten in Nationalen Naturlandschaften: Unabhängig von körperlichen oder geistigen Voraussetzungen soll es Interessierten selbstbestimmt möglich sein, die Vielfalt der Natur zu entdecken, sich über Tiere, Pflanzen und Lebensräume zu informieren und sich für deren Schutz zu engagieren. Zwei Handlungsfelder stehen daher im Mittelpunkt: „Bewusstes Naturerleben“ und „Freiwilliges Engagement“. Gemeinsam mit Betroffenen werden beispielgebend Bildungs-, Informations- und Beteiligungsangebote entwickelt. Diese Angebote müssen bedarfsgerecht sein. Bedarfsgerechte Planung setzt das Wissen voraus, dass verschiedene Beeinträchtigungen unterschiedliche Bedürfnisse zur Folge haben. Auf diese Tatsache aufmerksam zu machen, ist ein Ziel des Projekts.

Mit „Vielfalt leben“ wird schon im Projekttitel die Inklusion thematisiert: Menschen mit Beeinträchtigungen bringen ihre Bedürfnisse, Erfahrungen und Kenntnisse in die Planung und Entwicklung von Angeboten ein. Im Projekt sind das vor allem Menschen mit geistiger Behinderung, blinde und sehbehinderte, gehörlose und schwerhörige Menschen. Denn auch dafür möchte das Projekt sensibilisieren: Barrierefreiheit bedeutet mehr als der ungehinderte Zugang für Rollstuhlfahrer. Und Freiwillige mit geistiger Behinderung haben nicht nur das Recht, sondern auch die Kompetenz, sich an Naturschutzmaßnahmen zu beteiligen.

Ergebnisse des Projektes

Um für die verschiedenen Bedürfnisse von beeinträchtigten Menschen zu sensibilisieren und Ansätze für die Praxis aufzuzeigen, entstehen eine Best-Practice-Broschüre sowie zahlreiche Beispielmaterialien. Zudem wird am Ende mit einem „Selbst-Check“ ein Instrument zur Verfügung stehen, das dem Personal in Nationalen Naturlandschaften dabei hilft, Potentiale und Stärken im Hinblick auf die Verbesserung von Barrierefreiheit und Inklusion zu erkennen und geeignete Handlungsschritte umzusetzen. Für freiwillig Engagierte mit geistiger Behinderung werden Lernangebote in Leichter Sprache entwickelt.

Alle im Projekt entstandenen Materialien und übertragbaren Erkenntnisse sind auf den in der rechten Spalte genannten Internetseiten zur Weiterverbreitung frei zugänglich.

Auszeichnungen

Förderpreis des Deutschen Naturschutzpreises 2013 für den Schwerpunkt „Ungehindert engagiert: Menschen mit geistiger Behinderung entdecken, erleben und erhalten den Lebensraum Wasser“