Zwischenerhebung und Bewertung des Umsetzungsstands der ersten Nationalparkevaluierung

Nationalpark Eifel, Ausblick von der Hirschley. (c) S. Montag

Nationalpark Eifel, Ausblick von der Hirschley. (c) S. Montag

Mit dem Ziel, die Erfolge der in den Jahren 2009-2012 durchgeführten ersten Evaluierung der deutschen Nationalparks zu sichern und Impulse für die weitere Entwicklung zu geben, führt EUROPARC Deutschland in Kooperation mit der Professur für Biodiversität und Naturschutz an der TU Dresden bis Anfang 2018 eine Zwischenerhebung zum Umsetzungsstand der Handlungsempfehlungen aus der ersten Evaluierung durch.

Kooperationspartner

Professur für Biodiversität und Naturschutz an der Technischen Universität Dresden

Förderer, Partner, Sponsoren, Medienpartner

Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des BMUB

Laufzeit

01.09.2015-28.02.2018

Projektbeschreibung

Die erste Evaluierung der deutschen Nationalparks mit den von EUROPARC Deutschland entwickelten „Qualitätskriterien und -standards für deutsche Nationalparke“ war ein national wie international beachteter großer Erfolg, der eine Auseinandersetzung mit vielfältigen Themen innerhalb der Nationalparkverwaltungen bewirkte, Kommunikation und Vernetzung förderte und die politische Wahrnehmung und Bedeutung der Nationalparks steigerte.

Um die Impulse für eine stete Verbesserung von Management und Rahmenbedingungen in den Parks zur erhalten, wurde bereits beim Abschluss der Erstevaluierung angeregt, nach fünf Jahren den Umsetzungsstand der gegebenen Handlungsempfehlungen zu erheben. Diese Zwischenerhebung und -bewertung führt EUROPARC Deutschland seit September 2015 im Rahmen eines durch BfN und BMUB geförderten F+E-Vorhabens durch. Damit wird den Nationalparkverwaltungen und weiteren Akteuren die Möglichkeit gegeben, sich nochmals mit den Evaluierungsergebnissen auseinanderzusetzen und eine Zwischenbilanz zu ziehen, die als Orientierungshilfe für die weitere Umsetzung bis zu einer geplanten Neuevaluierung nach zehn Jahren dienen kann.

Ein zweiter Fokus im aktuellen Vorhaben liegt dabei auf einer vertieften Erhebung der durchgeführten Maßnahmen zum Arten- und Neobiotamanagement in den Kern- und Erweiterungszonen (als zukünftige Kernzonen). Hier sollen Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Leit- und Zielarten einerseits und Neobiota sowie so genannten „Problemarten“ andererseits in den Kernzonen erarbeitet werden. Dieser Teil des F+E-Vorhabens wird von der Professur für Biodiversität und Naturschutz an der TU Dresden durchgeführt.

Ziele des Projektes

Als Fortsetzung der vorangegangenen Nationalparkevaluierung sind wesentliche Ziele dieses Vorhabens, deren Erfolge zu erfassen und zu sichern sowie Impulse zu einer weiteren Optimierung des Managements und einer fortschreitenden Verbesserung in Hinblick auf die Qualitätskriterien und -standards für deutsche Nationalparks zu geben.

In den beiden 2014 und 2015 ausgewiesenen Nationalparks Schwarzwald und Hunsrück-Hochwald ist es darüber hinaus wichtig, zu einem frühen Zeitpunkt die Ausrichtung der Rahmenbedingungen und des Nationalparkmanagements an die formulierten Qualitätskriterien zu überprüfen und anzuregen.

Die Vertiefung des Qualitätskriteriums „Artenmanagement“ soll dabei insbesondere Ansätze liefern, wie zukünftig mit dem Management bestimmter Arten verfahren werden sollte und gebietsspezifisch fachlich fundierte Ansätze liefern, wie bei der Gratwanderung zwischen einem „zu viel“ und einem „zu wenig“ an Managementmaßnahmen für Arten perspektivisch sinnvoll verfahren werden sollte. Insbesondere in den beiden neu gegründeten Nationalparks können so frühzeitig sinnvolle Arten-Managementkonzepte eingeführt werden.

Wie schon in der Vollevaluierung von 2009 bis 2012 werden auch in diesem Vorhaben darüber hinaus wichtige Effekte in Hinblick auf die Förderung der Kommunikation und Vernetzung sowie des fachlichen Austauschs, eine Intensivierung der Selbstreflektion der Nationalparks, eine Steigerung der Akzeptanz der Prozessschutzidee und eine Steigerung der politischen Wahrnehmung und Bedeutung der Nationalparks angestrebt.

Ergebnisse des Projektes

Als erstes Ergebnis des Projekts liegt ein mehrteiliger Fragebogen zur Erhebung des Umsetzungsstands der Evaluierungsergebnisse und zum Artenmanagement und der Behandlung von Neobiota vor.