F+E Vorhaben: Implementierung des integrativen Monitorings der Großschutzgebiete (Nationalparks und Biosphärenreservate)

– Laufend –

Buchenwald im Kermeter, Nationalpark Eifel – Foto: Sylvia Montag

In dem Vorhaben „Implementierung des integrativen Monitorings der Großschutzgebiete (Nationalparks und Biosphärenreservate)“ werden die, in einem im Vorgängerprojekt entwickelten Indikatoren, erstmals für alle derzeit bestehenden Biosphärenreservate (BR) und Nationalparks (NLP) analysiert und anschließend ausgewertet. Einzige Ausnahmen nehmen die Wattenmeergebiete ein, da hier mit dem Trilateral Monitoring and Assessment Programme (TMAP) bereits ein länderübergreifendes Monitoring installiert ist und das Teilgebiet des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe in Schleswig-Holstein, da es mit 552 ha weit unter der Mindestgröße eines UNESCO-Biosphärenreservates (30.000 ha) liegt.

Insgesamt betrifft dies 13 Nationalparks und 14 Biosphärenreservate. Durch länderübergreifende Gebietsverwaltungen wird so in 32 Nationalen Naturlandschaften ein gemeinsames bundesweites Monitoringprogramm implementiert, welches ökologische, ökonomische, soziale bzw. soziokulturelle Parameter berücksichtigt.

Kooperationspartner

Alle beteiligten Verwaltungen der Nationalen Naturlandschaften

Förderer, Sponsoren, Medienpartner

Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Laufzeit

01.03.2017 bis 31.10.2019 (32 Monate)

Projektbeschreibung

Das Projekt zur „Implementierung des integrativen Monitorings der Großschutzgebiete (Nationalparks und Biosphärenreservate)“ knüpft an die Erkenntnisse aus den beiden Vorgängervorhaben an. Im Zeitraum von 2008 bis 2014 wurde ein integratives Monitoringprogramm in zwei F+E-Vorhaben in Kooperation mit EUROPARC Deutschland entwickelt. Der Fokus richtete sich hierbei auf 6 Schwerpunktbereiche (Naturhaushalt und Biodiversität, Verwaltung und Management, Bildung und Kommunikation, Forschung und Monitoring, Nachhaltige Landnutzung und die Regionalentwicklung). Diese Bereiche gliedern sich in zwei bis fünfzehn Unterbereiche, welche wiederum durch verschiedene Parameter erfasst werden können. Passend zu diesen Themen wurden 43 Indikatoren entwickelt und definiert, welche nun zunächst analysiert, reflektiert und ggf. angepasst und weiterentwickelt werden müssen.

Im Anschluss werden die 42 Indikatoren (mit Ausnahme des Indikators für Stickstoffüberschuss im BR U32), erstmals für alle derzeit bestehenden Biosphärenreservate und Nationalparks mit Ausnahme der Wattenmeergebiete angewandt und anschließend ausgewertet. Insgesamt betrifft dies 13 Nationalparks und 14 Biosphärenreservate. Durch länderübergreifende Gebietsverwaltungen sind in 32 Schutzgebieten Erhebungen und Auswertungen durchzuführen.

Hierbei nimmt EUROPARC Deutschland die Rolle als zentrale Koordinierungsstelle ein, die federführend Datenabfragen zu den definierten Indikatoren durchführt, diese zentral in einer Datenbank aufnimmt und anschließend in Monitoringberichten auswertet. Die Daten werden durch Abfrage bei Nationalen Naturlandschaften, Bundes- und Landesbehörden, sowie anderen Stellen angefragt und anschließend in die zentrale Datenbank eingepflegt.

Die Leistungsbausteine umfassen folgende Punkte:

  • Erfassung der Ausgangsbedingungen und inhaltliche Vorbereitung
  • Datenerhebungen
  • Datenauswertung und Aufbereitung der Ergebnisse
  • Optimierung des Monitoringprogramms
  • Kostenkalkulation
  • Prozessbegleitende Kommunikation und Abstimmung
  • Berichterstattung

Ziele des Projektes

Ziel des Vorhabens ist es, dass integrative Monitoring zu implementieren und kontinuierlich fortzuführen. Wie bereits im Vorgängerprojekt „Anwendbarkeit des integrativen Monitoringprogramms für Großschutzgebiete“ diagnostiziert, ist es unerlässlich ein bundesweit einheitliches, integratives Monitoringprogramm für die Nationalen Naturlandschaften zu etablieren. Nur so kann die Qualität des deutschen Schutzgebietssystems langfristig gesichert und nachweisliche internationale Verpflichtungen (CBD, MAB) erfüllt werden.

Auswertung des Projektes

Die erhobenen Daten werden gebietsspezifisch und gebietsübergreifend ausgewertet. Dabei werden unterschiedliche Datenbank-Abfrage- und GIS-Methoden angewandt und auf das Abfragespektrum des Vorgängervorhabens angeknüpft.

Parallel zur Erhebung und Auswertung der Daten soll das Verfahren reflektiert und ggf. angepasst werden. Optimierungsvorschläge werden im Rahmen von projektbegleitenden Arbeitsgruppen (PAG) kommuniziert und zur Diskussion gestellt und im Abschlussbericht formuliert. Somit soll gewährleistet werden, dass zum Projektende eine abgestimmte Optimierungsvariante vorliegt, sofern eine Optimierung notwendig erscheint.

Ergebnisse des Projektes

Derzeit liegen noch keine Ergebnisse vor. Zum Projektabschluss erfolgt die Aufbereitung der Ergebnisse in Kurzberichten der einzelnen Nationalen Naturlandschaften, gefolgt von einem ganzheitlichen Abschlussbericht aller beteiligter Nationaler Naturlandschaften.