EMINA – Evaluierung des Managements in den Nationalparks Österreichs

Das Evaluierungsteam im Nationalpark Hohe Tauern Bildautorin: K. Fettweis

Das Evaluierungsteam im Nationalpark Gesäuse. Bildautorin: K. Sabry

– Abgeschlossen –

Nach der erfolgreichen und international beachteten Evaluierung der deutschen Nationalparks hat EUROPARC Deutschland e.V. den Auftrag erhalten, bis zum Ende des Jahres 2014 die sechs österreichischen Nationalparks zu evaluieren. Unterstützt wird das Team von EUROPARC dabei von Mitarbeitern des Instituts für Ländliche Strukturforschung Frankfurt und von einem Expertengremium aus deutschen Nationalpark-Akteuren.

Kooperationspartner

Institut für Ländliche Strukturforschung Frankfurt (IfLS)

Expertenteam: Karl Friedrich Sinner, ehem. Leiter Bayerischer Wald; Prof. Dr. Stefan Heiland, TU Berlin; Manfred Bauer, Leiter NLP Kellerwald-Edersee; Michael Lammertz, Leiter Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben im NLP Eifel; Dr. Sabine Stab, Leiterin des Nationalparkzentrums Sächsische Schweiz

Nationalparks in Österreich

Förderer, Partner, Sponsoren, Medienpartner

Auftraggeber: Nationalparks Austria

Laufzeit

01.01.2014 – 31.03.2015

Projektbeschreibung

EUROPARC Deutschland e.V. evaluiert gemeinsam mit dem Institut für ländliche Strukturforschung (IfLS) das Management in den österreichischen Nationalparks. Dafür wird ein vom Auftraggeber vorgegebenes Indikatorenset verwendet, das die folgenden Handlungsfelder umfasst:

  • Naturraum-Management und Biodiversität
  • Öffentlichkeitsarbeit und Bildung
  • Forschung und Monitoring
  • Organisation und Betrieb

Zu diesen Indikatoren erarbeitete Erhebungsmaterialien werden von den jeweiligen Nationalparkverwaltungen ausgefüllt und dienen als Grundlage für eine erste Beschreibung der Situation in den einzelnen Nationalparks. Diese wird anschließend in jedem Nationalpark diskutiert, geschärft und durch Vor-Ort-Eindrücke ergänzt.

Schließlich werden Stärken-Schwächen-Profile und Handlungsempfehlungen für jeden Nationalpark erarbeitet und auf einem gemeinsamen Workshop im Oktober mit Vertretern aller Nationalparks und Bundesländer diskutiert.

Zusätzlich zu den abschließenden Endberichten zur Evaluierung des jeweiligen Nationalparks wird schließlich ein Gesamtbericht verfasst, der gemeinsame Stärken und Schwächen der österreichischen Nationalparks herausstellt und Handlungsempfehlungen zu übergeordneten Problemstellungen vorschlägt.

Unterstützt bei diesem Vorhaben werden EUROPARC und IfLS von einem Gremium aus Experten aus Wissenschaft und Nationalparkpraxis.

Mit dem Projekt kann EUROPARC Deutschland an die Erfahrungen und Erfolge aus der deutschen Nationalparkevaluierung anknüpfen.

Ziele des Projektes

Ziele der Evaluierung sind eine Bewertung des Schutzgebietsmanagements und Empfehlungen zu dessen weiterer Optimierung. Außerdem soll durch den Evaluierungsprozess der fachliche Austausch innerhalb und zwischen den Nationalparkverwaltungen gefördert werden.

Die Evaluierung der deutschen Nationalparks hat gezeigt, dass die Ergebnisse eines solchen Vorhabens außerdem Chancen eröffnen, die politische Wahrnehmung und Bedeutung der Nationalparks zu steigern, Impulse für eine intensivere Selbstreflektion der Parks zu geben sowie Kommunikation und Vernetzung zu fördern.

Ergebnisse des Projektes

Im Ergebnis des Projekts liegt für jeden der sechs österreichischen Nationalparks ein Evaluierungsgutachten mit Eckdaten, Stärken-Schwächen-Profil und Handlungsempfehlungen vor sowie ein zusammenfassender Bericht über die Gesamtsituation der österreichischen Nationalparks. Diese liegen beim Auftraggeber Nationalparks Austria.