Von Rangern für Ranger – Barrierefreies Naturerleben im Fokus der Weiterbildung

Unter dem Motto „Train the Trainer“ können Ranger*innen Nationaler Naturlandschaften aus den Erfahrungen ihrer Kollegen lernen: Im dritten Jahr dieses Projekts kamen 20 Ranger*innen, die von Nord bis Süd in verschiedenen Schutzgebieten tätig sind, in den Nationalpark Eifel, um sich zum Thema barrierefreies Naturerleben zu schulen. Dafür hat sich der Nationalpark Eifel ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet, von dem nun andere profitieren können.

Auf dem Programm standen neben dem Kennenlernen des Konzeptes und der Philosophie des Naturerlebens für Alle im Nationalpark Eifel auch die barrierefreien Einrichtungen wie die große Erlebnisausstellung „Wildnisträume“ und der Naturerkundungspfad „Der Wilde Weg“ im barrierefreien Naturerlebnisraum Wilder Kermeter. Selbsterfahrungsaktionen mit Blinden-Langstock, Rollstuhl oder Simulationsbrillen für verschiedene Sehbehinderungen ergänzten die zahlreichen Praxistipps, die die Eifler Kollegen aus langjähriger Erfahrung jederzeit parat hatten.

Zudem konnten sich die Teilnehmenden in der Wildniswerkstatt Düttling informieren, wie auch in der täglichen Arbeit der Umweltbildung die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Einschränkungen gelingt.

„Das Wichtigste bei diesen Treffen ist der Austausch untereinander und das Lernen bzw. die Weiterbildung auf Augenhöhe“, zeigt sich der Leiter der Nationalparkwacht, Bernd Dickmann, begeistert von dem Projekt, das seit zwei Jahren existiert und bislang sechs Mal in anderen Schutzgebieten stattfand. Bislang gab es unter anderem Themenschwerpunkte zu Wildkatze, Biber und Wolf.

Entstanden ist das Projekt „Train the Trainer“ im Rahmen des jährlichen Treffens der EUROPARC Arbeitsgruppe „Schutzgebietsbetreuung“.  EUROPARC Deutschland ist der Dachverband aller Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturparks und Wildnisgebiete in Deutschland, die sich unter der Dachmarke „Nationale Naturlandschaften“ vereinen.

Wie es ist, sich mit einem Blinden-Langstock entlang eines Leitsystems durch die Ausstellung „Wildnis(t)räume“ zu bewegen, konnte ausgiebig getestet werden (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke)