Umweltminister Vogelsänger nimmt Siegerurkunde für das schönste Naturwunder 2014 entgegen

Rambower Moor in der Prignitz als schönste Moorlandschaft Deutschlands auserwählt

Boberow/Duderstadt, 21. November 2014 – Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger und Dr. Sven Rannow, Leiter des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, nahmen heute in der Moorscheune Boberow unweit der Stadt Lenzen die Auszeichnung für die schönste Moorlandschaft Deutschlands 2014 entgegen. Gut fünf Wochen lang haben Anwohner und Freunde für das Rambower Moor in der Prignitz geworben und den Titel „Schönstes Naturwunder 2014“ mit 41 Prozent von 3.000 Stimmen gewonnen.

Feierliche Übergabe der Siegerurkunde - Foto: UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Brandenburg

Feierliche Übergabe der Siegerurkunde – Foto: UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe – Brandenburg

Gemeinsam mit Dr. Elke Baranek, Geschäftsführerin von EUOPARC Deutschland e.V. übergab Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung, die Urkunde. Minister Vogelsänger bedankte sich besonders bei der Region, durch deren großes Engagement das Rambower Moor den 1. Platz erlangen konnte. Michael Beier betonte in seiner Ansprache den engagierten Einsatz des Biosphärenreservats und auch das beherzte Vorgehen der regionalen Akteure beim Stimmenfang. „Auch zukünftig soll die Naturwunder-Abstimmung viele Menschen auf Naturschönheiten vor der eigenen Haustür aufmerksam machen und zu einem besseren Verständnis für die Anliegen des Naturschutzes beitragen“, so Vorstand Beier weiter.

„Das Rambower Moor hat eine bewegte Geschichte mit vielen Veränderungen hinter sich“, wusste Dr. Rannow zu berichten, „nun gilt es aus den Erfahrungen zu lernen und gemeinsam mit allen Beteiligten den
langfristigen und nachhaltigen Schutz des Moores umzusetzen. Die Auszeichnung zum Naturwunder hilft uns dabei die Einmaligkeit des Gebietes deutlich zu machen.“

Dr. Baranek erläuterte: „Moore sind besonders wertvolle Lebensräume, weil sie Kohlenstoffdioxid speichern, vielen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat geben und wesentlich zum Hochwasserschutz beitragen. Diese Leistungen schätzen die Menschen nicht immer wert. Genau deshalb ist es besonders schön, dass die Moore in diesem Jahr als Naturwunder geadelt und damit in ihren Wahrnehmung positiv gestärkt wurden.“
Stellvertretend für den Landkreis Prignitz begrüßte Landrat Torsten Uhe die Veranstaltungsgäste. Dr. Detlef Guhl, Vorsitzender der Seegemeinde Boberow informierte neben Dr. Sven Rannow über das Rambower Moor und dessen naturschutzfachlichen Wert. Naturfotograf Dieter Damschen begeisterte mit seinem Bildervortrag „Kraniche am Rambower Moor“.

Das Rambower Moor in der Prignitz

Das Rambower Moor gehört zum Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe – Brandenburg, liegt im Landkreis Prignitz und hat eine Fläche von etwa 450 Hektar. Zahlreiche Quellen speisen das Moor und durchströmen es. Im Oktober und November ist ein Besuch der Gewinnerlandschaft besonders empfehlenswert. Zu dieser Zeit nutzen mitunter 3.000 Kraniche den zentral im Moor gelegenen rund 13,5 Hektar großen Rambower See als Schlafplatz.

Die Ergebnisse der Wahl und die Kurzbeschreibungen aller teilnehmenden Naturlandschaften sind weiterhin auf der Website der Heinz Sielmann Stiftung unter www.sielmann-stiftung.de/naturwunder anzusehen.

Download Preisträger-Foto
Das Foto „Kraniche über dem Rambower Moor“ (© Dieter Damschen) kann heruntergeladen werden unter https://www.sielmann-stiftung.de Pressekontakt und weitere Informationen:

Heinz Sielmann Stiftung
Beate Bender
Gut Herbigshagen
37115 Duderstadt
Tel. 05527 914-220
Fax 05527 914-250
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