Praktikum für die Umwelt

EUROPARC Deutschland e.V. führt als Dachverband der Nationalen Naturlandschaften das „Praktikum für die Umwelt“ seit mehr als 20 Jahren durch und konnte in der Vergangenheit Praktikumsplätze in insgesamt 25 Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks vergeben. Mehr als 1300 Studierenden gab das „Praktikum für die Umwelt“ die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in den Nationalen Naturlandschaften unter Anleitung fachlich qualifizierter BetreuerInnen zu erproben.

Kooperationspartner

Nationale Naturlandschaften

Laufzeit

seit 1990

Projektbeschreibung

Die Teilnehmer am von der UNESCO ausgezeichneten „Praktikum für die Umwelt“ erhalten die Chance auf einzigartige Naturerlebnisse und wertvolle Praxiserfahrungen. Sie bringen ihr Fachwissen ein, um eigene Projekte zu verwirklichen und wertvolle Unterstützung in den verschiedenen Aufgabenbereichen zu leisten. Durch vielfältige Einblicke in die Praxis können sie ihre persönlichen, sozialen und fachlichen Kompetenzen weiterentwickeln. Während des gesamten Praktikumszeitraums werden die Praktikanten zudem vom Fachpersonal in den Schutzgebieten vor Ort und von EUROPARC Deutschland e.V. betreut.

Ziele des Projektes

Mit dem „Praktikum für die Umwelt“ wird das Engagement junger Menschen für Naturschutz und Nachhaltige Entwicklung gefördert. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Klimaschutz, Energie und Umwelt. Das „Praktikum für die Umwelt“ hat sich zum Ziel gesetzt:

  • Die Identifikation mit den Werten der Natur und ein harmonisches Miteinander von Mensch und Umwelt zu fördern
  • Praktikanten bei der Vertiefung ihrer sozialen und fachlichen Kompetenzen zu helfen
  • Den teilnehmenden Nationalen Naturlandschaften neue Ressourcen und Sichtweisen zu erschließen
  • Absolventen wichtige Impulse für ihre Berufswahl zu geben und den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern

Ergebnisse des Projektes

Bereits über 1300 Praktikanten haben in den teilnehmenden Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden und dort wertvolle Unterstützung geleistet. Die erworbenen Erfahrungen und Kompetenzen in den Bereichen Bildung für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz tragen die Absolventen in viele Bereiche von Umwelt, Wirtschaft und Politik. Das „Praktikum für die Umwelt“ stellt darüber hinaus bei vielen entscheidende Weichen für die berufliche und wissenschaftliche Entwicklung.

Maike Dieckmann, Biosphärenreservat Bliesgau: „Meine Erwartungen an das Praktikum wurden noch übertroffen. Ich habe Wesentliches über die praktische Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung und der Öffentlichkeitsarbeit in Schutzgebieten gelernt. Mein theoretisches Wissen aus dem Studium konnte ich praktisch ein- und umsetzen. Die Konfrontation mit alltäglichen und weniger alltäglichen Herausforderungen haben mich auf meinem akademischen und beruflichen Weg ein großes Stück weitergebracht.“

Jan Wildefeld, Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: „Kurz vor der Masterarbeit vier Monate lang als vollwertiger Mitarbeiter einer Nationalparkverwaltung tätig sein zu können, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Die praktischen Erfahrungen im Bereich Umweltkommunikation und Umweltbildung sowie die geknüpften Kontakte zu vielen verschiedenen Einrichtungen im Naturschutz-, Tourismus- und Umweltbereich stellen für mich eine unschätzbare Hilfe im Hinblick auf meine berufliche Orientierung dar.“

Stefanie Weigl, Naturpark Bayerischer Wald: „Rückblickend auf die letzten drei Monate kann ich voller Überzeugung sagen, dass das „Praktikum für die Umwelt“ für mich persönlich eine sehr positive und bereichernde Erfahrung war. Ich habe dadurch die Gewissheit gewonnen, dass ich auch in Zukunft im Bereich der Umweltbildung tätig sein möchte. Es waren nicht zuletzt die positiven Erfahrungen mit den Menschen hier im Naturpark Bayerischer Wald, die mich den Entschluss fassen ließen, meinen Studiengang zu wechseln um an der KU Eichstätt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu studieren.”

Auszeichnungen

Offizielles Dekade-Projekt 2007 der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

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