Preisverleihung BundesUmweltWettbewerb 2016 – JahresSonderpreis für Artenschutzprojekt

Zum 25-jährigen Jubiläum prämierte EUROPARC Deutschland e. V. gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, der Town & Country Stiftung, innovative Projektideen und herausragendes Engagement von kreativen jungen Menschen mit dem JahresSonderpreis im BundesUmweltWettbewerb 2016.

Der jährlich ausgeschriebene BundesUmweltWettberwerb zeichnet Schülerinnen, Schüler und junge Erwachsene aus ganz Deutschland aus, die mit ihren Projekten Ursachen von Umweltproblemen auf den Grund gehen und den Problemen mit Kreativität und Engagement entgegentreten.

Passend zum Wettbewerbsmotto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ eröffnete Axel Bachmann, Geschäftsleiter Nachhaltigkeit bei Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, mit einem Festvortrag zum Thema „Nachhaltigkeit“ die Preisverleihung in den Räumlichkeiten des Umweltbundesamts (UBA) mitten im Biosphärenreservat Mittelelbe. Die Haupt- und Sonderpreise wurden durch die Juryvorsitzenden Prof. Dr. Gunnar Friege, Institut für Didaktik der Physik an der Universität Hannover, und Prof. Dr. Gerrit Schüürmann, Departmentleiter Ökologische Chemie am Helmholtz Zentrum für Umwletforschung (UFZ) in Leipzig, vorgestellt und gewürdigt.

Mit dem JahresSonderpreis „Taten für die Natur“ wurde die junge Forscherin Katharina Onkes (14 Jahre) aus Niedersachsen für ihr herausragendes Engagement im Artenschutzprojekt „Vorsicht! Krötenwanderung“ ausgezeichnet. Den Preis überreichten Guido Puhlmann, Leiter des Biosphärenreservats Mittelelbe und Vorstandvorsitzender von EUROPARC Deutschland, gemeinsam mit Sebastian Reif von der Town & Country Stiftung.

„Vorsicht! Krötenwanderung“ von Katharina Onkes

Durch das Naturschutzgesetz sind Amphibien in Deutschland besonders geschützt. Katharina Onkes engagiert sich seit mehreren Jahren in der Amphibienschutzgruppe in Wittmar, da ihr die Schutzwürdigkeit der Amphibien ein besonderes Anliegen ist entwickelte sie das Projekt „Vorsicht! Krötenwanderung“.

Um Kröten, Molche und Frösche während ihrer Wanderung zu den Laichplätzen vor dem Überfahren durch Autos an einer bestimmten Verkehrsstraße zu bewahren, wurde ab Mitte Februar ein 220 Meter langer Amphibienschutzzaun gebaut, an dem sog. Sammeleimer zum Einfangen der Tiere angebracht sind. Diese Eimer ermöglichen es, die während der Amphibienwanderung gefangenen Tiere zu zählen, zu bestimmen und anschließend sicher an deren Zielort zu bringen.

Die junge Forscherin erkannte, dass in Abhängigkeit von bestimmten Parametern wie Luft- und Bodentemperatur sowie Niederschlagsmenge die Amphibienwanderung in jedem Jahr anders verläuft. Die Zahl der wandernden Tiere hat sie mit ausgewählten Parametern in einem Zeitraum von vier Jahren näher untersucht. In ihren Ergebnissen zeigt sie, dass die Amphibienwanderung in Wittmar beginnt, wenn die tiefsten Temperaturen in der Nacht bei 4°C und die Höchsttemperaturen am Tag bei 10°C liegen. Die meisten Tiere wandern, wenn die Nachttemperatur bei mindestens 8 °C liegt und tagsüber bei mindestens 15°C. Dann befinden sich morgens besonders viele Tiere in den Sammeleimern.

Aufbauend auf ihren Erkenntnissen entwickelte und testete Katharina Onkes Möglichkeiten, um den Amphibienschutz weiter zu verbessern. Die Untere Naturschutzbehörde Wolfenbüttel bekundete großes Interesse an der Arbeit und an den Beobachtungen. Daraufhin sollen sog. Amphibientunnel unter der Straße und feste Leiteinrichtungen für Amphibien gebaut werden.


Hintergrund zum BundesUmweltWettbewerb

Der BundesUmweltWettbewerb (BUW) ist ein jährlich durchgeführter, bundesweiter Projektwettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene. Der BUW wird seit 1990 vom BMBF gefördert und vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) ausgeschrieben und durchgeführt. Ziel des BUW ist die Förderung des Umweltwissens der Teilnehmenden sowie von Selbstständigkeit, Kreativität und Engagement zur Problemlösung im Umweltbereich. Gemäß dem Wettbewerbsmotto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ sollen umweltinteressierte Teilnehmende Ursachen und Zusammenhänge von Umweltproblemen erkennen, nachhaltige Problemlösungen finden und diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch in die Tat umsetzen.


Über EUROPARC Deutschland e. V. und die Nationalen Naturlandschaften

Durch Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks – die Nationalen Naturlandschaften – wird unsere einzigartige Natur in Deutschland geschützt und bewahrt. EUROPARC Deutschland e.V. ist der gemeinnützige Dachverband der Nationalen Naturlandschaften. Der Verein setzt sich seit 25 Jahren für den Schutz und Erhalt der Großschutzgebiete in Deutschland ein. Hierbei nimmt die Einbindung der Gesellschaft einen hohen Stellenwert ein. Programme wie „Junior Ranger“ (www.junior-ranger.de) und „Ehrensache Natur“ (www.ehrensache-natur.de) laden zum Mitmachen ein und leisten einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz, zur Bildung und zum ehrenamtlichen Engagement in den Nationalen Naturlandschaften.

Kontakt
Dr. Elke Baranek, Geschäftsführung EUROPARC Deutschland e. V.
Telefon: 030 / 288 788 2-0

E-Mail: info@europarc-deutschland.de
Internet: www.europarc-deutschland.de | www.nationale-naturlandschaften.de


Über die Town & Country Stiftung

Die Town & Country Stiftung wurde 2009 von Gabriele und Jürgen Dawo ins Leben gerufen mit dem Anliegen, unverschuldet in Not geratenen Hauseigentümern und benachteiligten Kindern zu helfen. Die Arbeit der Stiftung wird durch die Spendenbereitschaft der Town & Country Lizenzpartner des Town & Country Franchise-Systems ermöglicht.

Kontakt
Christian Treumann, Vorstand Town & Country Stiftung
Sebastian Reif, Ansprechpartner Presse- und Medienanfragen
Telefon: +49 361 644789 14
Telefax:  +49 361 644 789 15

E-Mail: info@tc-stiftung.de
Internet: www.tc-stiftung.de


Weitere Informationen zum BundesUmweltWettbewerb (BUW)

http://www.buw.uni-kiel.de/