Fachveranstaltung zu nachhaltigen Mobilitätskonzepten in Tourismusregionen

„Die Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz ist ein Best-Practice Beispiel“

Nachhaltige Mobilitätskonzepte verbinden Partner. Im angeregten Gespräch: Hr. Richter (TV Sächs. Schweiz), Hr. Schmidt und Fr. Claus vom Verkehrsverbund, Hr. Eggert (BM Bad Schandau) und Hr. Leibacher (Tourismus Engadin) v.l.n.r.

Nachhaltige Mobilitätskonzepte verbinden Partner. Im angeregten Gespräch: Hr. Richter (TV
Sächs. Schweiz), Hr. Schmidt und Fr. Claus vom
Verkehrsverbund, Hr. Eggert (BM Bad Schandau)
und Hr. Leibacher (Tourismus Engadin) v.l.n.r.

So formulierte es Frau Dr. Bürglen vom Projekt Fahrtziel Natur, als am 06.11.14 über nachhaltige Mobilitäts- konzepte in Tourismusregionen diskutiert wurde. Trotz aller Streikwirren fanden über 60 der 74 angemeldeten Tagungsteilnehmer den Weg ins Haus des Gastes nach Bad Schandau. Stellvertreter unterschiedlicher Interessensgruppen gewährten Einblick in ihre Projekte und Zukunftsvisionen. So waren die Tourismusverbände Sächsische Schweiz und Erzgebirge, der Verkehrs- verbund Oberelbe, die Oberelbische Verkehrsgesell- schaft und Station und Servive vertreten. Mit Berichten aus dem Schweizerischen Nationalpark im Engadin sowie aus dem Bezirk Ustí ging der Blick auch über den nationalen Tellerrand hinaus.
Haupterkenntnis war: Das grenzüberschreitende ÖPNV-Angebot in der Nationalparkregion ist perfekt. Es muss nur besser an den Kunden heran getragen werden, um künftig noch mehr Menschen davon zu überzeugen, ihr Auto stehen zu lassen. Bisher nutzen 38 % aller Touristen den ÖPNV. Von denjenigen, die zum 1. Mal hier sind, gibt zudem ein Großteil an, beim nächsten Besuch den Schienen- und Busverkehr vorzuziehen – nun, da sie das Angebot kennen. Wünschenswerter wäre natürlich, wenn von Anfang an die Vorzüge des autolosen Reisens in der Sächsischen Schweiz bekannt wären. Die Impulse seitens des Fahrt- ziel Natur-Projektes lauteten an dieser Stelle, dass konkrete Tourenvorschläge auf ÖPNV-Basis erarbeitet und publik gemacht sowie die Tarife klarer kommuniziert werden sollten. Den Vorwurf des Tarifwirrwarrs wollte sich Burkhard Ehlen vom VVO zwar nicht so ganz gefallen lassen, schlug aber zur „Entlastung“ der Neuankömmlinge in der Sächsischen Schweiz ein Tourismusticket vor. Wie in anderen Urlaubsregionen bereits üblich, soll dann ein Nahverkehrsticket bei der Übernachtung inklusive sein und sozusagen eine „Flatrate-Nutzung“ von Zügen, Fähren und Bussen erlauben. Insgesamt soll eine Vereinfachung für die- jenigen geschaffen werden, die sonst keinen Zugang zum ÖPNV haben. Die Tagung war nicht nur für die Region ein guter Novembertag. Wir bleiben weiter am Thema!