Mitgliederversammlung: Qualitätsversprechen Nationale Naturlandschaften

Im Naturerbe Zentrum Rügen in Prora/Binz traf sich am 18. Oktober die Mitgliedschaft des Dachverbands der Nationalen Naturlandschaften, EUROPARC Deutschland e.V., zur Jahresversammlung. Das Netzwerk der Mitglieder aus Nationalparks, Biosphärenreservaten, Naturparks und ausgewählten Wildnisgebieten bekräftigte in seinen inhaltlichen Diskussionen den Qualitätsanspruch, der mit diesen einzigartigen Landschaften Deutschlands verbunden ist.

Gruppe vor Baumkronenpfad

Die aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Mitglieder von EUROPARC Deutschland erfreuten sich an der großartigen Natur Rügens © EUROPARC Deutschland

Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald, Landesministerium für Landwirtschaft und Umwelt, betonte in seinem Grußwort, dass gerade Mecklenburg-Vorpommern der richtige Platz für diese Zusammenkunft sei. „Ich freue mich, dass Europarc die diesjährige Mitgliederversammlung hier durchführt und dass erstmals die reguläre Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Biosphärenreservate darin integriert ist. Dafür haben Sie sich mit unserem Bundesland genau das Richtige ausgesucht, denn hier finden Sie nicht weniger als 13 Nationale Naturlandschaften, nämlich drei Nationalparke, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparke. Davon befinden sich allein auf Rügen drei Nationale Naturlandschaften und mehrere Gebiete des Nationalen Naturerbes.“ Gastgeber der Mitgliederversammlung auf Rügen waren der Nationalpark Jasmund, das Biosphärenreservat Südost-Rügen, die DBU Naturerbe GmbH und die Erlebnis Akademie AG, die das Naturerbe Zentrum Rügen betreibt und Fördermitglied beim Dachverband der Nationalen Naturlandschaften ist.

Die Dachmarke „Nationale Naturlandschaften“ hat sich in den 12 Jahren ihres Bestehens bereits weit verbreitet und weist deutschlandweit einen hohen Wiedererkennungswert auf. Der Qualitätsanspruch wird durch ihre Inhalte manifestiert. Die Marke steht für Fachexpertise in Naturschutzfragen, für Projekte und Programme, die sich an gemeinsam erarbeiteten Strategien, Leitlinien und Qualitätskriterien orientieren. So beteiligen sich beispielsweise am Kinder- und Jugendbildungsprogramm „Junior Ranger“ und am Freiwilligenprogramm „Ehrensache Natur“ jeweils mehr als 40 Nationale Naturlandschaften in nahezu allen Bundesländern.

„Eine Marke ist nur so gut, wie diejenigen, die sie tragen“, machte Guido Puhlmann, Vorstandsvorsitzender des Dachverbands, während der Diskussion noch einmal deutlich. Jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin, die in den Nationalen Naturlandschaften – kurz NNL – tätig ist, trägt durch ihre Arbeit und ihre Ausstrahlung unmittelbar dazu bei, ob und wie NNL-Inhalte nach außen vermittelt werden. Daher ist eine stärkere Identität mit den Markeninhalten auch in der internen Kommunikation der Mitarbeitenden wichtig. Die Mitgliedschaft war sich einig, dass diese weiter ausgebaut und gestärkt werden muss.

Im Rahmen der Veranstaltung brachten Prof. Dr. Werner Wahmhoff, amtierender Generalsekretär der DBU Naturerbe GmbH, Karsten Schneider, Bürgermeister von Binz sowie Jürgen Michalski, Leiter des Naturerbe Zentrum Rügen, unter anderem zum Ausdruck, dass die Nationalen Naturlandschaften für den Schutz der Natur, auch als Grundlage für eine nachhaltige regionale Entwicklung, eine unverzichtbare Rolle spielen. Auf der Insel Rügen ist es unter anderem das Biosphärenreservat Südost-Rügen, das die verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt, gesellschaftlich relevante, aktuelle Umweltthemen – wie das des nachhaltigen Umgangs mit den endlichen Ressourcen – auch in die breite Gesellschaft hineinzutragen. Bestes Beispiel hierfür ist die kurz bevorstehende Dritte Rügener Woche der Nachhaltigkeit vom 21. bis 28. Oktober 2017, für die das Biosphärenreservat Südost-Rügen wichtiger Organisations- und Aktionspartner ist. Hochwertige Naturerlebnis- und Umweltbildungsangebote sind unabdingbar, um Wertschätzung und Verständnis für den Natur- und Umweltschutz zu erreichen, betonte Helga May-Didion, Sprecherin der „Ständigen Arbeitsgruppe der Biosphärenreservate Deutschland“ (AGBR), die zweimal im Jahr tagt und sich in diesem Herbst erstmals im Rahmen der EUROPARC-Mitgliederversammlung traf.

Pressemitteilung (PDF, 700 KB)

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